Laufvita

Nachdem ich Ende 2001 aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf als Koch aufgeben musste und von einer stehenden in eine sitzende Tätigkeit überging, kam, was kommen musste - ich nahm zu!

Im Herbst 2007 bin ich dann an einem Punkt angelangt, wo ich mir sagte, es muss etwas passieren. Da meine Frau schon einige Zeit mit ihrer Freundin lief, lag es für mich nahe hier mit einzusteigen. So begann ich im September 2007 zu laufen. Ziel sollte der Würzburg Halbmarathon im Frühjahr 2008 sein.

Bis zu diesem Zeitpunkt fragte ich mich immer, wie bekloppt muss man eigentlich sein, um bei jedem Wetter da draußen seine Runden zu drehen? Das war damals ...!

Im April 2008 war es dann so weit, einige Kilos leichter und gefühlt ausreichend trainiert, standen wir in Würzburg am Start unseres ersten Halbmarathons, den wir dann gemeinsam liefen und in knapp unter 2 Stunden gefinisht haben.

Von da an war es um mich geschehen! Die Atmosphäre, der Spaß und die Anfeuerungen haben so faszinierend, dass ich davon mehr wollte!

In 2008 kamen dann noch 3 weitere Halbmarathons hinzu, die Zeiten wurden schneller, der Spaß immer größer und neue Ziele mussten her - der Marathon! Im Herbst 2009 war es dann so weit, der erste Marathon wurde am Bodensee gelaufen und in 3:29 gefinisht. 3 Wochen später, man gönnt sich ja sonst nichts, stand ich am Start vom Frankfurt-Marathon und konnte hier in 3:26 über die Ziellinie in der Festhalle laufen.

2010 folgte dann das Jahr, in dem ich mehr oder weniger meine Bestzeiten in den Bereichen von 10km über Halbmarathon bis Marathon gelaufen bin.

Über Twitter und Facebook bin ich dann auch erstmals mit dem Thema Ultramarathon in Berührung gekommen, lief 2011 den ersten 50er und mit dem Rennsteig Supermarathon erstmals über 70km. 2012 durfte es der erste 100er sein, den ich ebenfalls bei der TorTour de Ruhr lief und sich "Bambinilauf" nennt. Dieser Lauf war nicht nur der erste 100er, sondern auch mein erster Sieg bei einem Lauf.

Im selben Jahr lief ich auch noch einen 12 Stunden Lauf mit 113,162 km, nahm an den Deutschen Meisterschaften im 100km Straßenlauf Teil, den ich in einer Zeit von 8:53 Stunden finishte und lief zum Jahresabschluss einen 6 Stunden-Lauf mit 64,5km.

2013 sollte das erste Ziel 100 Meilen am Stück laufen heißen. Hierfür bot sich der 24-Stunden Iserlohner Stadtwerkelauf am Seilersee an, der im Frühjahr stattfindet und den ich mit 186,553 Kilometer und einem 3. Platz in der AK40 beenden konnte.

Nach dem 24-Stunden Lauf ging es außerplanmäßig zu den Bieler Lauftagen, einem 100 Kilometer Lauf, den ich beim Team Erdinger alkoholfrei gewinnen konnte. Ende Juni stand nach dem 24-Stunden Lauf das zweite Highlight in 2013 auf dem Plan - der Zugspitz-Ultratrail - einem 100 Kilometer Berglauf um die Zugspitze mit 5500 Höhenmetern und drei Gipfeln jenseits der 2000 Meter. Mal eine ganz andere Herausforderung!

Das zweite Halbjahr wurde es dann etwas ruhiger und neben zwei Marathons - als Pacemaker für meine Frau in Berlin  und FFM - stand noch der P-Weg mit 73 Kilometer auf dem Plan. Als krönender Jahresabschluss gab es Anfang November nochmal eine neue Bestzeit über 50km beim Herbstwaldlauf in Bottrop.

2014 stand im ersten Halbjahr ganz im Zeichen der TorTour de Ruhr, für die ich konkret seit Anfang März nach Trainingsplan trainiert hatte. Was dabei rausgekommen ist, gibt es hier nachzulesen ... Presseartikel TTdR - Laufbericht.


2015 ging es nochmal in die Berge zum Zugspitz-Ultratrail, der durch starken Schneefall in höheren Lagen verkürzt werden musste. Trotzdem hat dieser Lauf wieder richtig Spaß gemacht (Pressebericht). Als zweiten Höhepunkt konnte ich in diesem Jahr den Berliner Mauerweglauf finishen. Ein Lauf, mit sehr vielen geschichtlichen und emotionalen Eindrücken (Pressebericht 1 / Pressebericht 2).